Gonzo unterwegs

Vom Antelope über den Grand-Canyon nach Las Vegas

Nachdem wir uns schon an die warmen Temperaturen gewöhnt haben machen wir Zwischenstation beim Antelope-Canyon.

Hundert Kilometer schnurgerade durch die Wüste, dann kamen wir zum Lake Powell. Einem Stausee inmitten von karger Wüstenlandschaft. Irgendwie glaubt man schon man hat die Kilometer umsonst gemacht. Von einem Canyon und landschaftlichen Highlight ist weit und breit nichts zu sehen, ausser einem großen Kraftwerk inmitten der aus Steinen und Sand dominierten Landschaft. Ein Hinweisschild und ein mit Fahrzeugen überfüllter Parkplatz wiesen uns den Weg zum Canyon.
Nur mit Führung stand da ganz groß. Na dann, halt mit Führung….. Eintritt gezahlt, nächste Führung in zehn Minuten, klingt schon mal gut. Es ist heiß……
Wenn man nicht direkt davor steht, hat man überhaupt keine Ahnung, dass sich hier eines der schönsten Naturschauspiele dieses Kontinentes verbirgt. Über Stahlleitern steigen wir (Wir und ca. 100 Japaner!!) zum Boden des Canyon hinab. Es ist ca. ein Uhr, und somit steht die Sonne gut, um in den Canyon ein herrliches Licht zu werfen und ein wunderschönes Farbenspiel zu entfachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So wurden wir (und die ca.100 Japaner) eine Stunde durch den Canyon geführt, um an anderer Stelle wieder an der heißen und sandigen Oberfläche zu Tage zu treten.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, daß es einen Upper und einen Lower-Canyon gibt. Wir entschieden uns für den Lower-Canyon, weil ich kein eigenes Fotopermit kaufen wollte, und der Lower insgesamt günstiger ist.

Nach diesem sehr eindrucksvollen Schauspiel der Natur machten wir es uns in Page, der Stadt unweit vom Canyon am Campingplatz gemütlich.

Am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Grand-Canyon. Vom Canyon gibt es einen North-Rim und einen South-Rim. Der South-Rim ist das Highlight mit der Aussicht wie wir es alle vom Fernsehen her kennen, und daher sehr touristisch. Der North-Rim ist nur über eine Stichstraße erreichbar die einen 300 km langen Umweg mit sich bringt.

 

 

 

 

 

 

Lohnt sich das?
Das werden wir aber erst wissen, nachdem wir den Umweg auf uns genommen haben. Im Nationalpark angekommen, fragten wir erst mal beim Campingplatz nach ob etwas frei wäre. Wir haben Glück. Es wurde gerade ein Platz gecancelt und so bekamen wir durch Zufall einen Platz im Nationalpark, welche normalerweise für Monate im voraus ausgebucht sind.
Wir verbrachten den Nachmittag mit der Besichtigung des Canyon von der Nordseite.

Aber jetzt wollten wir den „richtigen“ Ausblick auf den Grand-Canyon geniessen und machten uns auf den Weg zur Südseite. Dort gehts richtig ab, mit einer Canyon-Village, Shuttlebussen, Souvenirläden, etc. etc.
Und wir haben wieder Glück. Nachdem unser Gonzo so klein ist, bekamen wir abermals einen Stellplatz für eine Nacht. Hier sei noch erwähnt, daß es innerhalb der Nationalparks verboten ist frei zu stehen. Es gibt auch so gut wie keine Möglichkeiten und die Ranger patrouillieren Tag und Nacht. Man hat quasi fast keine Chance und muss zwangsläufig auf den Campingplatz.

Der Blick über den Canyon ist gewaltig. Das sind unglaubliche Dimensionen. Auch die Lichtstimmung am Abend war sehr schön und das Wetter hat auch mitgespielt…..
Den nächsten Vormittag verbrachten wir ebenso am Canyon und fotografierten das die Speicherkarte glühte.

 


Nachmittags verabschiedeten wir uns vom Grand-Canyon und fuhren bei starkem Gegenwind von Tankstelle zu Tankstelle. Bei diesen hier vorherrschenden Winden entwickelt unser Gonzo unerahnten Durst. Unser nächstes Ziel ist Las Vegas.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine knappe Stunde vor Las Vegas bestaunten wir den Hoover-Damm bevor wir in die surreale Welt von Las Vegas eintauchen.

Circus Circus ist unser Ziel. Ein Hotel direkt am Strip von Las Vegas mit anschließendem RV-Park ( So heißen hier die Campingplätze. RV steht für Recreation Vehicle)
Alleine die Straßennahmen lassen einen in einer längst vergangenen Zeit schwelgen. Dean Martin Blv, Frank Sinatra Drive, Sammy Davis Jr. Blv…….
Am Stellplatz angekommen wurden wir Zeuge, dass in dem fortschrittlichsten Land der Welt, doch nicht alles so fortschrittlich ist. Es gibt beim RV-Park eine Rezeption, doch die hat noch zu. An der Türe hängt ein Schild mit der Aufschrift: use Hotel Reception when closed. Wir gingen also zur Hotelrezeption. Dort sagten sie uns, dass sie uns nicht einchecken können, da sie nicht wissen, ob im RV-Park was frei ist?!?! Wir müssen warten bis dort die Rezeption aufmacht. Also wieder zurück. Bei der RV-Rezeption mussten wir dann unsere Daten auf einen Zettel schreiben und die Dame hat dann unsere Daten per Telefon der Rezeption im Hotel angesagt. Die hatten dort original keinen Computer und noch weniger ein System zum Einchecken. Das habe ich noch nie gesehen, zumal die zwei Rezeptionen mindestens zehn Gehminuten voneinander entfernt sind. Einfach unglaublich.
Wie denn auch sei. Wir sind in Las Vegas…Jipieeeeee…..
Es hat so um die 36 Grad und wir überdauern die Zeit bis zum späten Nachmittag im anschließenden Pool. Doch dann besiegte die Neugierde die Hitze und eine Stunde später befanden wir uns mitten in Las Vegas am Strip.
The Venetian, Cesars Palace, Bellagio, The Mirage, Excalibur, Luxor….was soll ich dazu groß sagen. Nach der vielen Natur und den Nationalparks ein grobes Kontrastprogramm.
Überall Shows und Lichter, Casinos und Bars, ein Wahnsinn…….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shoppen, einen Drink, wieder weiter. Was essen und ab ins nächste Casino. Drink, essen,Drink, Drink,Drink,usw…..Ich komme mir vor wie Dean Martin😜

Las Vegas muss man einmal gesehen haben. Das gibt es sonst nirgends auf der Welt. Aber so interessant es ist, nach zwei Tagen inmitten dem ganzen Rummel und Lärm hatten wir genug. Wir wollten wieder in Ruhe vor dem Auto sitzen und gemütlich Feuer machen und was grillen.
Und wo findet man mehr Ruhe als im Death Valley………….

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